Kultur

 

In Paris gibt es unzählige Museen, die fast alle am 1. Sonntag des Monats kostenlos besucht werden können. Die Museen, die der Stadt gehören, sind generell gratis. Montags oder dienstags sind einige Museen geschlossen. Daneben laden Viertel wie das Quartier Latin zum Bummeln und Entdecken von Buchläden, Cafés, Theatern und Kinos ein.

 

Louvre

Der Louvre beherbergt das Musée du Louvre, das größte Museum in Paris und für Kunst vor dem zwanzigsten Jahrhundert. Hier kann man sich neben unzähligen anderen Werken die Mona Lisa und die Venus von Milo anschauen. Es würde Jahre dauern, sich die gesamte Sammlung anzusehen, doch einen kleinen Eindruck sollte man sich auf jeden Fall verschaffen. Flächenmäßig betrachtet ist der Louvre mit 60.000 qm Ausstellungsfläche das drittgrößte Museum der Welt. 35.000 Exponate aus einer Sammlung von 380.000 Werken werden hier präsentiert. Bevor Ludwig XIV. 1682 die Königsresidenz nach Versailles verlegte, war das 1190 begonnene Bauwerk erst Trutzburg und später der Pariser Sitz der französischen Könige. Im Innenhof steht seit 1989 eine von Wasser umgebene aus Pyramide Glasvierecken. Besucher bis 25 Jahre haben übrigens am Freitag Nachmittag und Abend freien Eintritt. Das Louvre ist eines der beliebtesten Museen in Frankreich, welches Sie bei einer Kurzreise nach Frankreich auf jeden Fall besuchen sollten.

 

Musée d'Orsay

Der ehemalige Gare d'Orsay befindet sich gegenüber dem Louvre auf der anderen Seite der Seine. 1977 bis 1986 zum Museum umgewandelt, werden hier Werke aus allen Bereichen der Kunst ausgestellt. Auf 16.000 qm gibt es 4.000 Kunstwerke zu sehen, darunter Bilder von Vincent van Gogh und Jean-François Millet sowie Skulpturen von Auguste Rodin und François Pompon.

 

Musée Picasso

In diesem Museum sind 250 Werke Picassos sowie seine private Kunstsammlung mit Werken unter anderem von Paul Cézanne und Henri Matisse ausgestellt. Der Großteil der Werke wurde von den Erben Picassos gestiftet; heute kann man 250 Gemälde und 160 Skulpturen bewundern. Somit ist die Sammlung die weltweit größte ihrer Art.

 

Musée de Cluny / Musée national du Moyen Âge

Das Musée de Cluny befindet sich im Quartier Latin, im 5. Arrondissement von Paris. Hauptattraktionen der dort vorhandenen Sammlung sind ein sechsteiliger Wandbehang mit dem Titel "The Lady and the Unicorn" und ein so genanntes Antependium, ein bestickter Vorhang aus Gold. Die Sammlung stammt hauptsächlich aus den Beständen des Archäologen und Kunstsammlers Alexandre du Sommerard, dessen Erbe vom Staat nach seinem Tod aufgekauft wurde. Ursprünglich war die Anlage eine römische Therme, die einige Jahrhunderte nicht genutzt wurde, bis ein Abt der Abtei Cluny sie 1330 als seinen Pariser Wohnsitz erkor. Ein Jahrhundert später wurde das Hôtel de Cluny errichtet und gelangte 1842 mit dem Tod des Kunstsammlers in Staatsbesitz.

 

Musée d'Anatomie Delmas-Orfila-Rouvière

Das Anatomie-Museum ist das größte seiner Art in ganz Frankreich und befindet sich im 8. Stock der medizinischen Fakultät in der René-Descartes-Universität. Der geneigte Besucher kann hier Gehirne und andere Innereien von Tier und Mensch betrachten sowie verschieden große Skelette miteinander vergleichen. Es gibt etwa 5.800 Ausstellungsstücke, darunter auch die Köpfe hingerichteter Krimineller und missgebildete Gehirne. Zugang bekommt man nur bei vorheriger Anmeldung an Dienstagen und Donnerstagen.

 

Cité des sciences et de l'industrie

Das Cité ist das größte Wissenschaftsmuseum in ganz Europa. Neben einem Planetarium, einem U-Boot und einem IMAX-Kino gibt es ständig aktuelle Ausstellungen zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel "Shadowland", "Are We Alone In The Universe?"

und unzählige weitere. Es ist auch ein Bereich für Kinder eingerichtet. Es gibt auch die Möglichkeit, mit Forschern und anderen Besuchern des Museums in einen argumentativen Dialog zu unterschiedlichsten Themen zu treten.

 

Centre Georges Pompidou

Im Centre Pompidou sind viele kulturelle Institutionen untergebracht. Es gibt zwei Bibliotheken dort, das Musée National d'Art Moderne und das IRCAM, ein Zentrum für musikalische und akustische Forschung sowie ein Restaurant, ein Café, eine Kinderwerkstatt, Kino-, Theater- und Vortragssäle. Bemerkenswert ist auch die Architektur des Gebäudes: von außen sieht man vor allem Rohre, Glas und Metallstreben in vielen Farben; die Treppen und Rolltreppen sind beispielsweise in roten, transparenten Röhren untergebracht. Als das Gebäude 1977 errichtet wurde, gab es eine Kontroverse, da viele Leute der Meinung waren, dass das Beauborg zu sehr wie eine Fabrik aussieht und nicht in das Stadtbild passt. Heute jedoch lohnt es sich schon allein den Vorplatz zu besuchen; dort treten viele Straßenkünstler auf und die angenehme Stimmung in Nähe der Springbrunnen lädt zum Verweilen ein.

 

Opéra Garnier

In der Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, soll das allseits bekannte Phantom der Oper gespukt haben. Die ersten Aufführungen sollen von mysteriösen Geräuschen aus dem Untergrund begleitet worden sein und ein Kronleuchter stürzte 1896 aus unerfindlichen Gründen von der Decke und erschlug eine 56-jährige Frau. Zu der Legende trugen sicherlich auch die labyrinthartigen Katakomben ihren Teil bei. Heute werden hier vor allem Ballettaufführungen gezeigt, aber genauso, wenn auch seltener, traditionelle Opern und symphonische Konzerte.

 

Moulin Rouge

Das Moulin Rouge ist das bekannteste Variété in Paris und liegt am Fuße des Montmartre. Es wird ein wechselndes Programm mit Artisten, Tänzern, Musikern und Akrobaten geboten. Das Variété wurde bereits 1889 von Joseph Oller gegründet; seinen Namen erhielt es durch die noch heute existierende Nachbildung einer roten Mühle auf seinem Dach. Anfangs fanden dort oft Bälle statt, wobei schnelle Tänze wie der Cancan gebräuchlich waren. Später wurde das Moulin Rouge auch für Operetten und Revuen sowie als Kino genutzt. Neue Erfolge feiert das Variété vor allem seit dem Film "Moulin Rouge" mit Ewan McGregor und Nicole Kidman aus dem Jahre 2001.

 

Institut du Monde Arabe

Das Institut wurde gegründet zur Förderung des Verständnisses zwischen Frankreich und der arabischen Welt. Neben dem Museum, in dem arabische Kunst in allen Formen präsentiert wird, kann man dort einen Rauchsalon, ein Sprachlabor, ein Kino und eine Bibliothek besuchen. Zur Entspannung dienen ein Restaurant mit typischen Gerichten aus muslimischen Ländern und ein orientalischer Rauchsalon. Das IMA wird von Frankreich und den anderen 22 Mitgliedstaaten finanziert.

 

Bibliothèque Nationale

Die Nationalbibliothek Frankreichs besitzt einen riesigen Bestand von über 30 Millionen Büchern ist aber auch ein architektonisch interessanter Komplex. Auf einem Areal von 60.000 qm stehen vier 79 Meter hohe, L-förmige Türme, die einen 12.000 qm großen Garten umgeben. Die direkt an der Seine befindlichen Türme sollen aufgeschlagene Bücher symbolisieren.

 

Musée Jacquemart-André

Dieses Museum war im 19. Jahrhundert das Zuhause des Ehepaares Édouard André und Nélie Jacquemart und wurde 1913 dem Staat übergeben. Das Ehepaar gab sein immenses Vermögen für Kunst in ganz Europa aus. Das Museum wirkt nicht wie eine Ausstellung sondern mehr wie ein altes, sehr edel eingerichtetes und doch wohl gepflegtes Haus mit vielen Kunstwerken und verzierten Wänden. Neben Gemälden von van Gogh und anderen sind dies vor allem italienische Skulpturen des 15. und 16. Jahrhunderts.

 

Shakespeare and Company

Diese Buchhandlung wurde 1951 vom Amerikaner George Whitman zu Ehren der ursprünglichen Buchhandlung von Sylvia Beach gegründet. Hier werden englischsprachige Bücher aller Art angeboten; angeblich wurde das Geschäft nach dem 2. Weltkrieg von Ernest Hemingway ,befreit', nachdem Beach einem deutschen Soldaten kein Buch verkaufen wollte und dieser das Shakespeare and Company schließen ließ. Zehn bis fünfzehn werdende Schriftsteller wohnen hier zwischen Büchern und Antiquaren. Der Ort ist eine englische Enklave, ein Treffpunkt englisch schreibender Schriftsteller mitten in Paris, im Quartier Latin. Um all diese Sehenswürdigkeiten auf Ihrer Städtereise zu erkunden, sollten Sie ein Apartment in Paris mieten . Die Apartments liegen meist sehr zentral, so dass Sie in wenigen Minuten die interessantesten Sehenswürdigkeiten erreichen können.

 

Geschichte

 

Antike

Erste Erwähnung fand Paris in den Aufzeichnungen Julius Caesars; er berichtete von seinem Versuch im Jahr 52 v. Chr. das auf der Île de la Cité gelegene Lutetia zu erobern. Doch die Lutetier rissen die Brücken ab und steckten ihr Dorf in Brand, sodass die Römer die Belagerung abbrachen. Sie ließen sich auf dem heutigen Hügel der Geneveva nieder und gründeten dort die Stadt Parisia mit Thermen, einem Forum und einem Amphittheater. Der Stadt kam im römischen Reich jedoch keine große Bedeutung zu. Webtipp für Kultur und Geschichtsinteressierte: Fernstudium .

 

Mittelalter

Um 500 wurden die Römer durch die Merowinger aus Parisia vertrieben, und die Stadt wurde 508 Hauptstadt des Merowingerreiches. Unter den Kapetigern wurde Paris um 1400 zur Haupstadt von ganz Frankreich. Befestigt wurde die Stadt dann von 1190 bis 1210 unter Philipp II. Augustus. Der Louvre entstand ebenfalls um diese Zeit. Erweiternde Befestigungen entstanden unter Karl V. im 14. Jahrhundert. Paris war dann von 1420 bis 1436 von englischen Streitkräften im Rahmen des 100-jährigen Krieges zwischen England und Frankreich besetzt.

 

Neuzeit

Unter Ludwig XIV. wurde einige gravierende Veränderungen vorgenommen: die alten Stadtmauern wurden abgetragen und an ihrer Stelle die breiten Boulevards gebaut, Straßenbeleuchtungen eingeführt, die Wasserversorgung modernisiert und zwei neue Krankenhäuser errichtet. Die Königsresidenz wurde ins neu gebaute Schloss Versailles verlegt, doch Paris blieb weiterhin das politische Zentrum Frankreichs auf Grund seiner hohen Bevölkerungszahl und seiner Wirtschaftskraft. Die französische Revolution 1789 wurde hauptsächlich durch die Bewohner von Paris vorangetrieben und endete mit der Einführung der ersten französischen Republik. 1844 wurde im Bereich des heutigen Boulevard périphérique die mit 39 Kilometer Länge damals größte Verteidigungsanlage der Welt errichtet. Zwischen 1855 und 1937 fanden sechs Weltausstellungen in Paris statt die die Bedeutung der Stadt in Kultur und Politik unterstrichen. Die Zeit zwischen 1871 und 1914 wird heute als ,belle époque' bezeichnet. 1900 und 1924 wurden hier die Olympischen Spiele ausgetragen und um 1921 hatte Paris knapp drei Millionen Einwohner und damit die höchste Einwohnerzahl in seiner Geschichte. Eine zweite Zeit der Besetzung erlebte Paris von 1940 bis 1944 während des 2. Weltkriegs. 1968 gab es die so genannten Mai-Unruhen mit Massenstreiks und Studentenrevolten. Die Kernstadt Paris hat heute rund zwei Millionen Einwohner in 20 Arrondissements. Die Stadt wird jedes Jahr von bis zu 26 Millionen Touristen besucht.

 

 

 

 

Paris Blog

Der Paris Blog ist ein interessanter und spannender englischsprachiger Blog rund um Frankreichs wunderschöne Hauptstadt.

Französisch lernen

Französisch während einer Sprachreise ins Ausland lernen und anwenden.